Witten ist Fairtrade-Stadt !

Sonja Leidemann nimmt Urkunde entgegen: Witten ist jetzt ganz offiziell Fairtrade-Town

Logo: Fair Trade

„Die Stadt Witten wurde am Mittwoch (25.11.2015) im Ardeyhotel von der Kampagne Fairtrade Towns offiziell als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet“, berichtet Stephanie Fröhling von der städtischen Stabsstelle für Integration.

Bürgermeisterin Sonja Leidemann, die die Urkunde erfreut entgegen nahm, liegt das Thema Fairtrade sehr am Herzen: „Es geht darum, die Lebenssituation von benachteiligten Kleinbauern und Arbeitern durch gerechteren Handel zu stärken.“ Dazu gebe es bestimmte Standards wie z. B. feste Mindestpreise, die die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken, das Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit und Umweltstandards, die den Gebrauch von Pestiziden und Chemikalien einschränken und gentechnisch veränderte Saaten verbieten.

Ratsbeschluss

Der Rat der Stadt Witten hat deshalb schon im September 2014 beschlossen, sich der Fairtrade-Kampagne anzuschließen. Bei der Stadtverwaltung wurde Frau Stephanie Fröhling von der Stabsstelle für Integration, Internationale Beziehungen und Städtepartnerschaften als feste Ansprechpartnerin eingesetzt (Tel. 02302 / 581-1012; E-Mail: integration(at)stadt-witten.de) und eine örtliche Steuerungsgruppe gebildet, die das Projekt „Fairtrade-Town“ in unserer Stadt vorantreibt. Weitere Ansprechpartner/innen sind Herr Wolfgang Schneider (Tel. 02302 / 9443640) für den Bereich Einzelhandel und Frau Silvia Urban (E-Mail: info(at)ardey-hotel.de) für den Bereich Gastronomie.

Knapp ein Jahr hat es dann noch gedauert, um die wichtigste Bedingung für eine erfolgreiche Bewerbung als Fairtrade Town zu erfüllen: 20 Geschäfte, zehn  Gastonomiebetriebe, eine Schule und einen Verein zu finden, die bereit sind mitzumachen. „Die geforderten Zahlen richten sich nach der Einwohnerzahl einer Stadt“ erklärt Stephanie Fröhling.

Die gemeinsame Suche hat sich gelohnt, die Bedingungen konnten erfüllt werden. Besonders freut sich Witten über seinen Weltladen in der Beethovenstraße 7.

Die Verantwortung liegt beim Konsumenten

Über weitere Mitstreiter, die dem guten Beispiel folgen, würden sich alle Beteiligten sehr freuen. „Das klappt aber nur, wenn sich auch die Konsumenten verantwortungsvoll verhalten und bereit sind, wenigstens hin und wieder mal für die gute Sache einen etwas höheren Preis zu akzeptieren“, sagt Stephanie Fröhling. Nur so könne die Armut in der Welt gelindert werden.

Am 12.06.2010 wurde die Magna Charta Ruhr.2010 damals durch Frau Ocken (stellvertretende Bürgermeisterin) unterschrieben. Das war der Start für die Aufklärungsarbeit in Witten und der Wunsch, auch eine Fairtrade Town zu werden.

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